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Sehr geehrter Herr Hencke, liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Lehrerinnen und Lehrer, liebe Eltern, liebe Gäste, meine sehr geehrten Damen und Herren!
Wenn man ein Grußwort halten soll, dann ist es immer passend, mit einem Sprichwort oder Zitat zu beginnen.
Der deutsche Schriftsteller und Karikaturist, und ich glaube auch das Wort Pädagoge ist hier nicht falsch, Wilhelm Busch sagte Ende des 19. Jahrhunderts:
„Eins, Zwei, Drei im Sauseschritt, läuft die Zeit, wir laufen mit.“
Und die Lateiner unter Ihnen, ich darf mich ja mit meinem Latinum auch dazu zählen, werden sich freuen, denn eigentlich hat er nur den alten Römer Ovid kopiert.
„Tempora mutantur, et nos mutamur in illis“ – Die Zeiten ändern sich und wir ändern uns mit ihnen.
So auch das Gymnasium Grootmoor. 40 Jahre ist es nun her, dass irgendein schlauer Mensch auf die Idee kam, das Gymnasium Grootmoor aus dem Moor zu ziehen.
Die Schule hat sich geändert, die Schülerinnen und Schüler haben sich geändert.
Sie haben sich durch die Schule geändert, aber die Schule hat sich auch durch sie geändert.
Und heute freue ich mich sehr hier zu stehen und Sie alle im Namen der Schülerschaft ganz herzlich willkommen zu heißen, ich freue mich sehr, dass Sie und ihr trotz, vielleicht ja sogar wegen, des tollen Wetters und der Fußball WM so zahlreich erschienen sind, um mit uns dieses Jubiläum zu feiern.
Ganz herzlichen Dank!
Ich erwähnte eben die Fußball Weltmeisterschaft.
Im Fußball ist es so, und die großen Nationen sind ja im Moment das beste Beispiel dafür, dass der Erfolg der Mannschaft am Trainer festgemacht wird.
Spielt die Mannschaft gut, ist der Trainer ein Star. Hat die Mannschaft keinen Erfolg, so ist der Trainer der Erste, der den Kopf hinhalten muss.
Das kann dazu führen, dass ein Spieler, der unter dem einen Trainer immer einen Platz in der Stammmanschaft sicher hatte, unter dem anderen Trainer nur auf der Bank sitzt.
Unser „Trainer“, wie Jacob Kölln auf der Abiturentlassung so schön sagte, unser Schulleiter Herr Hencke, ist seit 14 Jahren Schulleiter dieser Schule, damit ist er der Dritte in 40 Jahren.
Davor war er Stellvertretender Schulleiter und davor ab 1981, Oberstufenkoordinator.
Man kann also sagen, dass die Prinzipien dieser Schule, der Rote Faden, seit vielen, vielen Jahren gleich geblieben sind.
Vor 40 Jahren hat die Schule ihre Linie entwickelt und ist ihr seitdem immer treu geblieben.
Doch der Erfolg dieser Schule steht auf zwei Säulen:
Zum einen diese angesprochene Kontinuität und zum anderen die Individualität, das Eingehen auf jeden Schüler persönlich, das macht die Qualität der Schule aus.
Mit jedem Jahr kommt ein neuer Jahrgang und geht ein Jahrgang.
Jedes Jahr heißt es für die Schule mit neuen Problemen klarzukommen, mit neuen Menschen; und vielleicht gehen auch einige Dinge einfacher als im Vorjahr.
Und die Lehrerinnen und Lehrer können mir sicherlich zustimmen, wenn ich sage, dass die Schüler heutzutage ganz anders sind, als die Schüler noch vor einigen Jahren.
Doch seit ich an dieser Schule bin, konnte ich beobachten, dass die Schule, allen voran die Schulleitung, immer auf die Schüler individuell eingegangen, und auch zugegangen ist.
Ich glaube man kann sagen, dass am Gymnasium Grootmoor alle Schülerinnen und Schüler immer einen Stammplatz im Team haben.
Doch ich möchte noch einen Schritt weitergehen.
„Für uns ist das Gymnasium Grootmoor ein Ort des Lernens und Arbeitens, der Begegnungen und des Miteinanders.“
So steht es im Leitbild der Schule.
Die Schule versucht nicht nur jeden einzelnen individuell zu fördern, ich glaube nur damit würde man nie soweit kommen.
Sie lässt die Schülerinnen und Schüler ihre eigene Schule mitgestalten.
Gerade als Schulsprecher haben wir einige Situationen in Herrn Henckes Büro gehabt. Und immer, auch wenn wir unterschiedlicher Meinung waren, konnten wir konstruktive und sachliche Diskussionen erleben.
Und wir haben alle Unterstützung bekommen, die wir gebraucht haben.
Dazu fällt mir eine ganz passende Situation ein:
Ich saß im Rahmen eines Schülerforums mit der Senatorin Christa Goetsch auf dem Podium und da kam die Forderung der Schüler, dass die Hamburger Schülerschaft an dem Ausschuss der Bürgerschaft, der die Reform, wenn sie denn kommt, begleiten soll, beteiligt wird.
Dass nicht nur Wissenschaftler, sondern auch Schüler gehört werden. Dazu sagte sie „Ja, das ist eine gute Idee, darüber habe ich mir ehrlich gesagt noch keine Gedanken gemacht“.
Ich glaube und ich hoffe, dass in den nächsten Jahrzenten, Reformen hin oder her, am Gymnasium Grootmoor so ein Satz nie fallen wird.
Ich erwähnte bereits, dass die Schule jede Schülerin und jeden Schüler individuell fördert, dass das Grootmoor nicht nur Arbeit und Unterricht, sondern auch ein Ort der Begegnung und des Miteinanders sei.
Ich möchte an einigen Punkten festmachen warum das so ist:
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Das Verhältnis zwischen Lehrern und Schülern.
Viele Lehrer setzen sich, ob im oder auch außerhalb des Unterrichts, dafür ein, dass in der Schule ein angenehmes, nicht nur mit Unterricht in Verbindung zu bringendes Klima herrscht.
Ich möchte nur wenige Dinge exemplarisch erwähnen:
Die Musiklehrerinnen und Musiklehrer mit ihren Chören, Orchestern und Bands, Herr Streng mit seiner Projektgruppe Feedback, und was mich besonders gefreut hat, Frau Stoll mit ihrer Theater AG, die einmal im Monat mit vielen Schülern, die sich freiwillig melden, die Hamburger Theater besucht.
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Das Verhältnis zwischen Schulleitung und Schülern.
Wie bereits erwähnt hat die Schulleitung immer ein offenes Ohr für die Belange der Schülerschaft. Und besonders herausheben möchte, denn das ist nicht selbstverständlich aber besonders lobenswert, dass Herr Hencke immer auch Klassenlehrer ist.
Ein Schulleiter sollte auch Repräsentant der Schüler sein. Und wie kann jemand die Schülerschaft repräsentieren, wenn er die Nähe zu den Schülern nicht hat. Deshalb finde ich es sehr lobenswert, dass Herr Hencke die Nähe zu den Schülern sucht, auch in Form einer eigenen Klasse.
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Das Verhältnis von Schülern zu Schülern.
Als ich aus Amerika wiederkam, gaben zwei Schüler einen Kurs in der letzten Woche der Sommerferien. In diesem Kurs wurde allen, die im Ausland waren und sich für den Kurs angemeldet hatten, die für die Oberstufe benötigten Grundlagen der Mathematik beigebracht. Und auch allgemein bieten Schüler Schülern Nachhilfe an.
Und auch der Abiball ist exemplarisch für das Engagement der Schüler für Schüler. Christina, Abiturientin und ehemalige Schulsprecherin dieser Schule, hat den Abiball selber für den Abijahrgang organisiert und wir hatten einen tollen Abiball in zwei Sälen des CCH.
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Und zuletzt darf man eines auch nicht vergessen:
Wir können in einer Fußballmannschaft viele gute Individualisten haben, doch nur zusammen als ein Team sind wir stark.
So wird durch Mottotage und Sportturniere auch der Teamgeist der Schule und der Klassen gestärkt und so profitiert ja jeder wiederum individuell.
Ich könnte den ganzen Nachmittag weitere Beispiele geben, wir erinnern uns, letztes Jahr auf dem Schulfest bekamen die Schule eine Anerkennung als UNESCO-Schule überreicht, es gibt einen Ernährungsbeirat der sich für nachhaltige Ernährung an unserer Schule einsetzt, der Vertretungsplan ist mittlerweile online, wir haben ein Leitbild und, und, und.
Und auch an der Planung dieses Schulfestes haben Eltern, Lehrer und Schüler auf einer Augenhöhe mitgewirkt.
Mir kommt abschließend ein Zitat der Pädagogin Maria Montessori in den Sinn
„Die Aufgabe der Umgebung ist es nicht, die Kinder zu formen, sondern ihnen zu erlauben, sich zu offenbaren.“
Ich finde, damit bringt sie es ganz gut auf den Punkt.
Ich habe ja nun mein Abitur gemacht, möchte mich deshalb bei der Schule für neun schöne Jahre bedanken, gratuliere dem Gymnasium Grootmoor zum 40. Geburstag und wünsche ihm alles, alles Gute für die Zukunft.
Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit!
J. Georg (S4) |